„Hübsches Kleid“, spottete meine Mutter. „Hast du etwa auch vergessen, deinen Ausweis zu aktualisieren?“ Sie lachten – bis der Hubschrauber landete.

Eine andere Stimme:

“Sie hat doch nicht für ein paar Monate unterschrieben, oder? Nur für den Sommer?”

Meine Mutter hob ihr Glas und fügte mit ihrem gewohnt trockenen Tonfall hinzu:

„Sie hat das Theater immer geliebt. Bestimmt schält sie immer noch Kartoffeln auf dem Stützpunkt.“

Diese Aussage traf den Nagel auf den Kopf.

Am Tisch brach schallendes Gelächter aus.

Sogar der DJ lächelte.

Und ich?

Ich habe dort übernachtet. An Tisch 14, in der Nähe des Ausgangs.

Vor einem Raum voller Menschen, die mir einst im Biologieunterricht Zettel zugesteckt haben.

Niemand drehte sich um und sagte:

„Sie leitete tatsächlich Missionen, über die Sie nie lesen werden.“

Niemand hat es korrigiert.

Niemand stand auf.

Das Lachen hielt an und ich blieb regungslos.

Es ging nicht nur darum, dass mich jemand auslachte.

Wie sie meine Realität so mühelos verwischten, als hätte sie keine Konturen.

Ich blieb kerzengerade stehen, die Hände auf den Knien, das Gesicht verschlossen.

Dafür wurde ich ausgebildet: unter Druck die Ruhe zu bewahren.

Manchmal ist „Druck“ keine Explosion. Es ist ein neckischer Scherz vom eigenen Vater.

Eine neue Diashow flimmerte über den Bildschirm: Abschlussball, Spiele, Studienreisen, Harvard in Dauerschleife.

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