Carbayón, die blättrige Süße von Oviedo
Ursprünglich aus der Stadt Oviedo stammend, wurde Carbayón Anfang des zwanzigsten Jahrhunderts vom Konditor José Gutiérrez entwickelt. Es ist ein Blätterteig, gefüllt mit einer raffinierten Mischung aus Ei und gemahlenen Mandeln, alles garniert mit einem Sirup, der mit Zitrone, Zimt und Eigelb aromatisiert ist.
Am Ende erhält man einen reichhaltigen und duftenden Biss, der den asturischen Konditor perfekt verkörpert.
Das Refollau d’Ayerbe, das süße Brot aus Aragonien
Fahren Sie in die Region Aragon und genauer gesagt ins Dorf Ayerbe, um die Refollau zu entdecken. Dieses süße Brötchen, dessen Name von den “follas” (Blätter auf Aragonisch, Anmerkung der Redaktion) stammt, ist eine wahre Freude. Sein Rezept, das aus der Tradition stammt, bleibt entwaffnend einfach: Wasser, Olivenöl, Zucker, ein Hauch Salz, ein bisschen Bäckerhefe und das war’s.
Sein weicher Krümel bildet einen Kontrast zu einer goldenen, leicht karamellisierten Schale. Außerhalb seiner Region wenig bekannt, verdient sie dennoch einen Platz auf Tischen weltweit.
Panchineta, die blättrige Perle des spanischen Baskenlandes
Geboren 1915 in der Casa Otaegui Konditorei in San Sebastián, ist die Panchineta (oder Pantxineta, Anmerkung der Redaktion) heute ein fester Bestandteil des Baskenlandes. Unter dem Aussehen eines einfachen Mandelblätterteigs verbirgt sich eine viel anspruchsvollere Delikatesse.
Er besteht aus zwei Schichten knusprigem, buttrigem Teig, belegt mit einer seidigen Gebäckcreme und einem Hauch Marmelade. Das Ganze wird dann mit gerösteten Marcona-Mandeln bestreut. Leicht zuzubereiten, aber oft vergessen, spricht Panchineta sowohl Einheimische als auch Besucher der Region an.
Piononos, Santa Fes cremige Brötchen
Die 1855 von der Bäckerei Ceferino Isla in der Gemeinde Santa Fe gegründet, sind Piononos Miniatur- und Rundkuchen. Sie bestehen aus einem dünnen Biskuitkuchen, der in Sirup eingeweicht, gerollt und mit einer Eigelbcreme garniert wird.
Ihre Form soll an den Kopf von Papst Pius IX. erinnern, dem sie Tribut zollen. Während sie in der Stadt Granada symbolisch sind, gibt es in Lateinamerika Variationen, oft gefüllt mit Milchmarmelade, Nüssen, Obst oder sogar herzhaften Zubereitungen. Das ursprüngliche Rezept wird seit mehr als 150 Jahren geheim gehalten.
Tecula mecula, die geheime Mandeltarte von Extremadura
Tecula mecula stammt aus der Stadt Olivence in der Provinz Badajoz und ist eine typische Süßigkeit von Extremadura. Hergestellt aus Mandeln, Eigelb, Zucker und einer blättrigen Basis, bezaubert diese Tarte mit ihrer schmelzenden Textur und ihrem zarten Duft.
Manchmal mit Schmalz oder Zimt angereichert, verdankt es seinen Ruhm der Konditorei Casa Fuentes, die angeblich ihr Rezept Mitte des zwanzigsten Jahrhunderts gefunden und aufgezeichnet hat. Eine seltene, fast mystische Delikatesse, die wie ein süßer Schatz genossen werden kann.