Der „Artemis 2“-Erfolg ist für Russland ein bitterer Moment

Vorbild ist nun auch China für die Russen

Naheliegend für eine Zusammenarbeit für Russland wäre China. So unterzeichneten beide Länder 2025 eine Absichtserklärung für den gemeinsamen Bau eines Mondkraftwerks bis zum Jahr 2036.

China treibt seine Pläne für eine bemannte Mondmission bis 2030 schon lange mit großen Schritten voran. 2024 gelang es den Chinesen erstmals in der Geschichte der Menschheit, mit der unbemannten „Chang’e 6“-Mission Bodenproben von der Rückseite des Mondes auf die Erde zurückzubringen.

Von Gagarin bis Artemis - Russland fällt in Raumfahrt zurück
Dieses von der NASA zur Verfügung gestellte Foto zeigt die Erde, die hinter dem Mond untergeht, eingefangen von der “Artemis 2”-Crew.Uncredited/NASA/AP/dpa

In diesem Jahr soll die Mission „Chang’e 7“ den Südpol des Erdtrabanten erreichen, um dort nach Wassereis zu suchen. Das Unterfangen leitet auch die Erkundung für den Bau einer Mond-Forschungsbasis ein, die China mit der Folgemission „Chang’e 8“ errichten will.

Wann genau China erstmals in seiner Raumfahrtgeschichte Menschen auf den Mond schicken will, steht noch nicht fest. Peking gab bislang als Ziel den Zeitraum bis 2030 an. Im Wettrennen mit Raumfahrer-Nationen wie den USA absolvierten die für die Mondmission konstruierte Rakete vom Typ „Langer Marsch 10“ und die Rückkehrkapsel im Februar wichtige Tests im südchinesischen Meer vor der Insel Hainan.

Peking holt bei Raketentechnologie auf

Aus Sicht von Experten liegt Chinas Vorteil darin, dass das Raumfahrtprogramm zentral organisiert ist. Dadurch kann Peking Entwicklungen zielgenau steuern und beschleunigen. Chinas Raumfahrtindustrie lief laut Beobachtern den USA etwa in der Raketentechnologie hinterher. Doch die Branche holt auf. Mittlerweile arbeiten mehrere Unternehmen an wiederverwendbaren Raketen-Modellen ähnlich jenen des Raumfahrtunternehmens SpaceX von Elon Musk.

Zudem kooperieren die Chinesen mit vielen anderen Nationen. Ein Astronaut aus Pakistan soll etwa die chinesische Weltraumstation „Tiangong“ besuchen. „Chang’e 6“ hatte unter anderem Instrumente aus Frankreich an Bord. Zudem wählte China Projekte mehrerer Länder im Rahmen seines Mondprogramms aus, darunter Italien, Russland, Thailand oder der Türkei.

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