Der „Artemis 2“-Erfolg ist für Russland ein bitterer Moment

Auf diesem von der Staatlichen Raumfahrtkorporation Roskosmos veröffentlichten Bild hebt die Sojus-2.1b-Rakete mit der automatischen Mondlandestation Luna-25 von einer Startrampe im Weltraumbahnhof Wostotschny im Fernen Osten Russlands ab.

Vor 65 Jahren flog Juri Gagarin als erster Mensch ins All. Von solchen Erfolgen kann Moskau heute nur träumen. Das zeigt auch der Wettlauf zum Mond, wo USA und China führen. Kann Russland aufholen?

In Russland schürt die Mondumrundung der Nasa-Astronauten der „Artemis 2“-Crew Sehnsüchte nach den Erfolgen der Vergangenheit. Die stolze Raumfahrtnation feiert gerade den ersten Flug eines Menschen ins Weltall vor 65 Jahren. Geehrt wird der sowjetische Kosmonaut Juri Gagarin, der mit dem Raumschiff „Wostok“ die Sensation am 12. April 1961 vollbrachte und 108 Minuten im All war.

Der Rekord von nun gleich vier Raumfahrern, die so weit ins All vorgedrungen sind wie nie ein Mensch zuvor, kommt da passend zum Internationalen Tag der bemannten Raumfahrt am 12. April, der auf Gagarins Flug zurückgeht.

Er wird auch auf der Internationalen Raumstation ISS begangen, wo Russen und Amerikaner zusammenleben. Zwar ist die ISS inzwischen mehr als 27 Jahre in Betrieb, ein Ende ist nicht in Sicht; allerdings hat Russland den Bau einer eigenen Raumstation für die 2030er Jahre angekündigt.

Der „Artemis 2“-Erfolg der US-Raumfahrtbehörde Nasa rückt vor allem eins in den Vordergrund: den Wettlauf zum Mond, bei dem die USA und China Russland längst auf der Strecke lassen. Während die USA schon 2028 auf dem Mond landen wollten, sei Russland nicht einmal in der Lage, seine Pläne für die Mondsonden zu erfüllen, sagt der russische Raumfahrtexperte Georgi Trischkin. Er fürchtet, dass sich der Abstand eher noch vergrößert.

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